Mein Weg zum Fantasy Model (Gastbeitrag)

Mein Weg zum Fantasy Model (Gastbeitrag)

Fantasy Shootings – Mehr als nur ein Hobby

Ein Gastbeitrag von Christina Schneider
Hallo, ich bin Christina und einige von euch kennen mich sicher schon von meinen Fantasy Bildern, die ich mit Rekii, Robella, Lyonel, Maria Mantis und Co. Zusammen erschaffen habe. Ich möchte euch heute mal alles über meine große Leidenschaft erzählen.

Foto von Rekii

Wie es begann…

Mein erstes richtiges Shooting hatte ich 2010 – damals noch in einem Fotostudio und die klassischen Portraitaufnahmen. Ich weiß noch genau, dass ich mich damals für meine Gewichtsabnahme belohnen wollte. Meine Liebe fürs Modeln begann dann 2016. Damals hab ich vor allem Laura Helena und später darauf dann auch Rekii intensiv verfolgt und war fasziniert von Fantasy Konzepten und wie toll man sich verwandeln kann. Ich habe dann begonnen, eigene Konzepte aufzustellen: Fantasy Kostüme und Perücken sowie Accessoires für mich und fürs Set besorgt und eine Fotografin dafür gebucht. Ich habe dann schon gemerkt, dass das genau mein Ding ist und war auch super begeistert von den Fotos – trotzdem wollte ich super gerne zu Rekii fahren.

Rekiis Verwandlungszauber

Werde ich denn so toll auf den Fantasy Bildern aussehen, wie all die anderen Mädels?

Wir kennen es doch alle, wenn wir vorm Spiegel stehen: unsere Problemzonen hier und da – jeder hat etwas an sich, das einem stört oder nicht besonders gut gefällt.

Bei mir ist das zum Beispiel mein Bauch und dass ich sehr wenig natürliche Taille habe. Für meine ersten Shootings überhaupt hatte ich noch extra abgenommen und gerade bei so aufwendigen Konzepten möchte man natürlich das alles perfekt ist. 

Ich kann mittlerweile sagen: Ich mache keine extra Diäten für Shootings mehr, denn ich weiß das ich was die Inszenierung angeht in besten Händen bin. Besonders bei Fantasy Shootings!

Foto von Rekii
Foto von Rekii

Es gibt sehr vorteilhafte Kostüme – ich denke da immer gern an das Kleid aus dem Cleopatra – Shooting, das stand mir einfach perfekt. Mit den richtigen Posen kann man auch nochmal viel ausgleichen – ein guter Fotograf leitet euch da auch an. Keine Angst: Ihr seid nicht auf euch allein gestellt. Ihr bekommt zwischendrin auch die Bilder auf dem Display gezeigt – wenn euch etwas stört oder ihr euch mit irgendetwas unwohl fühlt, scheut euch nicht davor es auch zu sagen. Es sind ja eure Fotos, die ihr euch an die Wand hängt und ihr sollt euch darauf einfach schön fühlen. All die Bilder an meinen Wänden erinnern mich an schlechteren Tagen daran, wie schön unsere Fantasy Shootings waren und wie toll ich aussehen kann auch wenn ich nicht perfekt bin :)

„Wenn du doch nur nicht so weit weg wärst…“

Wenn ich diesen Satz mittlerweile lese, muss ich lächeln – es gab aber auch Zeiten, da hat mich genau dieser Satz aufgehalten. Ich wohne im ländlichen Raum mitten in Bayern und bin alleine nie wirklich weit weg gefahren – weder mit dem Auto noch mit der Bahn.

Rekii in Berlin zu besuchen schien mir schier unmöglich. Als sie dann die eine oder andere Fantasy Shooting Aktion angeboten hatte war ich echt traurig, weil ich einfach zu viel Angst hatte, alleine nach Berlin zu fahren. Ich hatte Angst davor, in den falschen Zug zu steigen oder in Berlin angekommen einfach total verloren zu sein. 

Quatsch mit Rekii
Foto von Robella Art

„Es war einfacher, als ich dachte!“

Als ich dann 2018 mitbekommen habe, dass Rekii ein Special in Nürnberg anbietet hab ich sofort zugeschlagen und hab mich dann zusammen mit ner Freundin sogar mit dem Auto hin getraut :D Ab da an hatte ich quasi Blut geleckt und bin 2 Monate später zur Robella Art über 4 Stunden mit dem Zug gefahren – alleine. Ich habe mir für meine erste Fahrt den etwas größeren Bahnhof im 45 km entfernten Regensburg ausgesucht, um nur einmal umsteigen zu müssen und in Esslingen angekommen habe ich mich via Google Maps direkt zu Sara navigieren lassen – und siehe da: es war alles viel einfacher als ich dachte :D

“Was nicht ist kann ja noch kommen!”

Wenn ich mal nicht weiter wusste, habe ich einfach andere Leute um Rat gefragt, zum Beispiel wenn ich mein Gleis nicht gleich gefunden habe.  Ab da an war der Knoten auf jeden Fall geplatzt und ich hab mir kurz darauf einfach unter der Woche mal frei genommen und mir einen Termin bei Rekii in Berlin geben lassen – und dann hab ich das einfach gemacht :D Ich bin am selben Tag nach Berlin und zurück mit der Bahn gefahren und hatte einfach gar keine Probleme. Berlin ist super übersichtlich und sogar für so orientierungslose Menschen wie mich kein Problem. Noch traue ich mich zwar noch nicht mit dem Auto nach Berlin, aber was nicht ist kann ja noch kommen :D

mein erstes Shooting mit Rekii
Korsetts zaubern nochmal zusätzlich Taille (Foto: Maria Mantis)

Vom Hobby zur Leidenschaft

Ich habe schon bald gemerkt, dass das Ganze für mich mehr als nur ein Hobby ist – die Shootings geben mir einfach unheimlich viel. Dafür gehe ich gerne aus meiner Comfort Zone und was ich dabei erlebe, ist einfach einmalig. Ob nun mit echtem Feuer im Steinbruch, Shootings am Wasserfall in oder Shootingevents – es ist einfach immer wieder ein Abenteuer. Es war auch so toll zu merken, dass man immer besser wird und die Anweisungen und Tipps die man bekommt, immer mehr verinnerlicht. Ich habe mich sogar im Alltag erwischt, wie ich automatisch schon schöne Hände mache :D Die Bilder geben mir so viel Selbstbewusstsein, das mir manchmal einfach fehlt. Und wenn ich Tage habe, an denen einfach alles schlecht ist denke ich voller Vorfreude an meinen nächsten Shootingtermin – zumindest bis der Lockdown kam.

Fotos von Rekii

Der Lockdown

Als ich im Februar noch meinen 30. Geburtstag bei Rekii verbracht habe, hatten wir noch keine Ahnung, dass sich die nächsten Wochen so dramatisch entwickeln würden. Ich hatte im April meinen ersten Urlaub alleine in Berlin geplant – wir wollten in den Kirschblüten fotografieren, ich hatte noch einige andere Pläne und wollte den Urlaub mit Rekiis Meerjungfrauen-Ausstellung abschließen.

Die Pläne liegen auf Eis

Im März hat sich schon abgezeichnet, das alle Shootingpläne für die nächsten Wochen erstmal auf Eis liegen. Rekiis Ausstellung wurde verschoben und Bayern hat nicht nur die Kontaktsperre sondern die Ausgangsbeschränkung bekommen. Erstmal ging also gar nichts – natürlich waren wir alle traurig. Ich hab dann in der Zwischenzeit Bilder aus alten Shootings nachbestellt, was auch sehr schön war aber es ist eben nicht ansatzweise das gleiche.

#schöniselfiechallenge

Rekii hatte dann die #schöniselfiechallenge ins Leben gerufen und ihr Selbstportraitbuch herausgebracht, was mich sehr dazu motiviert hat mich selbst zu inszenieren. Ich habe das eine Zeit lang sogar mehrmals pro Woche gemacht, dafür die Blüten im Garten benutzt und provisorische Indoor-Sets aufgebaut. Sogar in Bildbearbeitung habe ich mich reingefuchst und es sind ganz schnell immer bessere Ergebnisse entstanden. Jede Krise hat somit auch was positives, ich denke ohne die Zwangspause hätte ich das wohl nie so intensiv versucht – trotzdem freue ich mich darauf, bald wieder mit den Profis loslegen zu können :)

Meine Highlights

Das ist gar nicht so einfach, da alle meine Shootings etwas Besonderes waren. Aber es gab definitiv Highlights wie zum Beispiel mein erster Wundertag in Berlin: da war ich nicht nur zum ersten Mal Meerjungfrau  sondern der ganze Tag wurde auch videografisch von der lieben Carina Spiegelstaub begleitet. Rekiis Assistentin Alina hat mich perfekt in jedes Kostüm geschnürt. Das Sleeping Beauty Shooting war auch etwas Besonderes, da dieses Konzept etwas sehr persönliches ist. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ein Bild aus genau dieser Reihe in den Kalender des Orkus Magazins gekommen ist.

Ich habe auch die Shootingevents in Wiesbaden sehr genossen – neben dem Shooten konnte ich auch viel assistieren und habe meine Prüfung im professionellen  Nebeln bei Lyonel abgelegt :D Mein 30. Geburtstag bei Rekii war auch super – vor allem weil wir endlich die Gelegenheit hatten, ein Shootingbild miteinander zu machen. Natürlich genieße ich auch die Community, ich habe so viele liebe Mädels kennengelernt und ich genieße den Austausch einfach sehr.  

Und in Zukunft?

Ich habe natürlich auch noch eine Liste an Ideen, die ich unbedingt noch umsetzen möchte. Dazu gehört auf jeden Fall Shootings mit Tieren, das wäre auch bereits Anfang Mai mit Natalia le Fay geplant gewesen. Ich möchte auch super gerne mal unter Wasser shooten und Konzepte habe ich eh noch genug im Kopf – an dieser Stelle möchte ich aber noch gar nicht so viel davon verraten :D Ihr könnt auf jeden Fall gespannt sein!

Eure Christina

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