Systemwechsel: Selbstportraits mit der Nikon Z6

Systemwechsel: Selbstportraits mit der Nikon Z6

*WERBUNG – enthält Links zu Produkten/Dienstleistern/Models*

Einige haben es vielleicht schon mitbekommen: In den letzten Wochen habe ich dank Nikon testweise einen Systemwechsel vollziehen können und ich möchte euch natürlich auch ausführlich darüber berichten :) An dieser Stelle ist mir wichtig zu betonen, dass Nikon mir zwar das Equipment geliehen hat, mich jedoch nicht für diesen Artikel bezahlt: Er spiegelt also absolut ehrlich meine persönliche Meinung und meine subjektiven Erfahrungen mit diesem Equipment wieder.

Falls jemand von euch über den Kauf einer neuen Kamera bzw. über den Wechsel des Systems nachdenkt, dann kann dieser Artikel vielleicht eine kleine Hilfe sein. :)

Eine Testphase ohne Testobjekte

Mitte März war es soweit: Das Paket mit der Nikon Z6 und den Objektiven kam an und ich war voller Tatendrang das Equipment ausführlich zu testen – in allen unterschiedlichen Motiv- und Lichtverhältnissen.

Tja… und dann kam das böse Virus, das mir gehörig einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und all die tollen Shootings, die ich geplant hatte, mussten verschoben werden.

Aber ihr kennt mich ja – so schnell lasse ich den Kopf nicht hängen!

Ich hab die ungeplanten Umstände, die mir sehr viel Zeit verschafft haben, stattdessen genutzt um einige Selbstportraits von mir zu machen. Ehrlich gesagt mal mehr und mal weniger motiviert, da ich durch die Situation zwischendurch schon echt auch mit meiner Motivation & Kreativität zu kämpfen hatte. Ich denke, das ging in der Zwischenzeit den Meisten so in dieser besonderen Situation – ein auf und ab der Gefühle eben…

Aber dennoch sind ein paar schöne Ergebnisse herausgekommen – ihr seht alle Selbstbildnisse von Mitte März bis Mitte April in diesem Artikel – und ich bin immerhin was Selbstportraits betrifft jetzt ziemlich vertraut mit dieser Kamera und den Möglichkeiten die sie diesbezüglich mitbringt. :)

Mehr Tipps & Tricks zum Thema Selbstportraits findet ihr in meinem #schöniselfie E-Book!

Selbstportraits mit der SnapBridge App

Ich möchte gar nicht so lange um den heißen Brei herum reden… aber mal kurz noch zur Ausgangssituation: Ich fotografiere seit Jahren mit Canon und hatte mir dann vor gar nicht allzu langer Zeit die Canon 6D MK II gekauft aus hauptsächlich einem Grund – der Klappdisplay in Hinblick auf Selbstportraits. Ich fand das einfach immer super umständlich nach jedem Bild aufstehen zu müssen um zu sehen, ob es was geworden ist. Das war zwar schon echt eine Erleichterung, aber leider je nach Entfernung auch nur eine kleine, da ich ziemlich kurzsichtig bin. :D

Ich dachte aber tatsächlich ganz lange, dass es nicht einfacher geht. Ich durfte jetzt aber erleben, dass es eben doch geht! Mit der App SnapBridge, welche sich mit dem integrierten W-Lan der Kamera verbindet, kann ich die Nikon z6 von meiner Position aus einstellen ohne aufstehen zu müssen und mich eben auch auf dem Display sehen und auslösen. Etwas ungewohnt ist, dass ich mich natürlich spiegelverkehrt sehe, aber man gewöhnt sich da doch recht schnell dran. Toll ist auch, dass man die Bilder damit direkt auf dem Handy hat und sie so z.B. nur mit Lightroom Mobile bearbeiten und sofort nutzen kann.

So komme ich in unter 20 Auslösungen zum gewünschten Ergebnis, weil ich mich ja wirklich perfekt sehen kann! Das Handy halte ich bei Portraits einfach in der Hand oder wenn mehr drauf ist kann man 3-5 Sek bis zum Auslösen einstellen und es in der Zeit verstecken.

Vor- & Nachteile der Nikon Z6

VorteilNachteil
*Selbstportraits waren nie einfacher für mich Dank der SnapBridge App
*SD-Speicherkarten passen nicht, ich musste mir die nicht sehr günstigen XQD Karten besorgen
*Da die Nikon Z6 Spiegel-los ist, ist sie etwas leichter als die Canon 6D MKII (die durchaus schon eines der leichteren VF-Modelle von Canon ist!)
*Display ist zwar leicht nach Oben, aber nicht komplett nach Vorne klappbar
*Die Z6 ist wahnsinnig lichtstark und rauscht auch bei etwas höheren ISO-Werten kaum
*Eigentlich kein direkter Nachteil aber ungewohnt als jahrelanger Canon-Nutzer: beim Objektivwechsel dreht man genau in die andere Richtung
*Ich empfinde die Akku-Laufzeit als recht lang, habe als sinnvollen Vergleichswert aber auch nur meine Erfahrung mit der Sony Alpha 6000 Systemkamera, bei der der Akku leider wirklich nicht lange hält
*Die Akkus einer Spiegelreflex halten natürlich länger, aber ich denke das liegt generell daran, dass Systemkameras mehr Strom ziehen, zB durch den elektronischen Sucher – würde ich jetzt nicht direkt als Nachteil sehen, wenn man Ersatzakkus am Start hat!
Bearbeitung von Reflection Design

Autofokus

Besonders hervorheben möchte ich noch den Autofokus: der sitzt einfach immer und ich hab extrem viel weniger Ausschuss als vorher! In den bin ich regelrecht verliebt, da das Fokussieren gerade bei Selbstportraits für mich immer ein bisschen Glückssache war! Aber selbst bei offener Blende und etwas längerer Verschlusszeit mit der Nikon Z& absolut kein Problem, meine Bilder waren nie schärfer!

Fazit

Ich bin wirklich sehr dankbar über die Möglichkeit, diese Kamera testen zu dürfen! Sie macht wirklich Freunde – und das sage ich als eine Person, die sich schon immer mehr für Motivgestaltung als für Technik interessiert hat. Aber Technik, die einem erleichtert, seine Leidenschaft auszuleben und zu genießen kann ich einfach wahnsinnig wertschätzen.

Falls ihr also darüber nachdenkt, euch Kamera und/oder Objektive aus der Nikon Z-Serie zuzulegen, dann kann ich ganz klar eine Empfehlung aussprechen!

Ein Selbstportrait nach einem gemalten Bild der Künstlerin Annie Stegg: #annieartchallenge3

Macht mit! #schöniselfie

Ich weiß, dass es vielen gerade so geht wie mir: Keine Fotos machen zu können, weil man sich nicht mit anderen Menschen treffen sollte, ist sehr sehr schade. Aber das ist ja kein Grund überhaupt nichts zu machen.

Deshalb hatte ich nach der 1. Creative Art Konferenz zur #schöniselfie – Challenge ausgerufen und mittlerweile haben sich auch wirklich schon viele beteiligt! Ich liebe es, unter diesem Hashtag zu stöbern und mir die Ergebnisse anzusehen, also macht gerne mit und werdet mit euch selbst als Model kreativ!

Eure Rekii

2 Kommentare
  • Pingback:Smartphone vs Systemkamera - ein Vergleich (Gastbeitrag) -
    Erstellt um 11:30h, 03 Juli

    […] trumpfen. Doch sind die besten Smartphone-Kameras so gut, dass sie auch einer DSLR- und Systemkamera das Wasser reichen können? Ein […]

  • Jacqueline Fuchs
    Erstellt um 20:05h, 21 April

    Unsere Nikon hat leider noch kein integriertes Wlan, die App klingt super für Selbstporträts. Vielleicht wird es nach 8 Jahren doch mal Zeit für eine neue. Danke für den interessanten Beitrag. Liebe Grüße aus Tirol
    Jacqueline

Kommentieren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.