Inspiration: Selbstportraits

Inspiration: Selbstportraits

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Ob mit dem Pinsel, der Kamera oder dem Smartphone: Das Selbstbildnis ist kein neues Konzept.

Bereits in der Antike stellten sich Künstler selbst dar, zum Beispiel soll der Bildhauer Phidias sich auf dem Schild der Statue der Athena Partenos selbst abgebildet haben. Der Maler Rembrandt ist durch seine Selbstportraits weltbekannt geworden und gleichzeitig sogar Namensgeber einer Lichtsetzung, die besonders in der Fotografie bekannt & beliebt ist. Er porträtierte sich dabei nicht nur, sondern inszenierte sich in verschiedenen Rollen (z.B. als Apostel Paulus).

Auch wenn das heutige Verständnis der Selbstdarstellung durch die Flut von “Selfies” ein wenig getrübt wird, zeigt ein tieferer Einblick in die Materie, dass noch viel mehr dahinter steckt.

Mehr als ein “Selfie”

Wenn ich über meinen fotografischen Werdegang spreche, haben Selbstportraits in dieser Geschichte einen besonderen Stellenwert.  Zu Beginn waren sie für mich ein sinnvolles Mittel, um meine Make Up Looks festzuhalten. Es war manchmal mühsam für mich, dafür Shootings zu organisieren, zumal meine Kreativität oft sehr impulsiv funktioniert. Meine Stammfotografen waren meistens nicht so spontan und wohnten auch nicht in meiner nahen Umgebung. Da musste ich mir was einfallen lassen.

Später ging es nicht mehr nur darum, Ästhetik festzuhalten. Kreativität wird maßgeblich beeinflusst durch Lebensumstände und durch alles, was einen auch emotional beschäftigt. So kam es, dass sie immer öfter auch ein Mittel für mich waren, um mich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen.

Das Schöne dabei ist, dass es für den Betrachter nicht immer eindeutig ist, worum es in einem Selbstportrait geht. Es kann für die Künstlerin zutiefst persönlich sein und das muss sich nach Außen hin nicht immer zeigen. Wie alle Bilder, bieten auch Selbstportraits Interpretationsspielraum. Ein Selbstbildnis, welches für mich für einen bestimmten Abschnitt in meinem Leben steht, kann für den Betrachter einfach ein schönes Foto sein oder er/sie identifiziert sich damit sogar auf die ein oder andere Art.

Im Folgenden möchte ich euch 2 Techniken zeigen, wie ihr Selbstportraits umsetzen könnt.

 

Making Of: “Die Göttin” – Selbstportraits mit Fernauslöser

Hier seht ihr das Making Of zu einem etwas älteren Selbstportrait, welches ich damals noch mit der Canon aufgenommen hatte. Die Inspiration dafür war meine Auseinandersetzung mit spirituellen & religiösen Themen und einen großen Anteil daran hatte übrigens auch meine Freundin & Muse Cira, unter Anderem durch dieses Tattoo.

Aufbau

Einstellungen

Ich benutze für Selbstportraits im Studio meine Standard-Einstellungen für Indoor-Fotos. Wichtig ist,  unter “Drive” den Fernauslöser anzuwählen.

 

Ablauf

Bei diesem Selbstportrait hatte ich mir vorher überlegt, ein Composing aus mehreren Portraits zu machen. Ich hab die Einzelbilder also entsprechend aufgenommen. Etwas tricky bei Selbstportraits mit Fernauslöser ist, den Fokus richtig zu setzen. Ich hatte damals auf jeden Fall immer sehr viel Ausschuss. Außerdem ist es schwieriger, sich vorteilhaft zu positionieren, weil man sich nicht sehen kann, man muss also immer wieder aufstehen und aufs Kameradisplay schauen, ob alles passt. Hier ist also etwas Geduld gefragt! Die 6D MKII hat zwar ein Klappdisplay, allerdings bin ich kurzsichtig und habe mich deshalb darauf nie besonders gut sehen können.

 Das war auf jeden Fall eines meiner schwierigsten Selbstportraits. Ich musste während der Bearbeitung auch nochmal zurück vor die Kamera gehen, weil ich festgestellt hatte, dass die Bilder noch nicht ganz zusammen passen. Außerdem fehlten mir Haarpartien die ich nachträglich einfügen musste. Hier war es also echt gut, dass ich mich direkt im Anschluss ans Fotografieren an die Bearbeitung gemacht hatte, den der Aufbau war ja noch vorhanden.

 

Making Of: “Frühlingszauber” – Selbstportraits über das Handy Display

Hier seht ihr im Vergleich das Making Of zu einem etwas neueren Selbstportrait. Seit Juni 2020 arbeite ich mit Nikon zusammen und mache meine Selbstportraits seitdem mit der Z6, ehrlich gesagt ist diese Kamera in Sachen Selbstportraits das Beste, das mir passieren konnte.

Man muss nur die App “Snap Bridge” installieren und schon kann man über die WLAn Einstellungen das Handy mit der Kamera verbinden. Nun wählt man in der App “Ferngesteuerte Fotografie” und es öffnet sich der Bildschirm, den ihr auf das Video seht. Ihr könnt euch also selbst auf dem Handy Display sehen und sogar die Kameraeinstellungen direkt ändern. Das ist super praktisch, weil man so nicht nochmal aufstehen muss, um die Einstellungen zu ändern.

Ich stelle mein Handy auf ein Stativ und platziere dieses so, dass ich gut dran komme, es aber trotzdem nicht im Bild zu sehen ist. Dann gehe ich in die App-Einstellungen und wähle “Selbstauslöser” – da reichen mir 3 Sekunden :) Ihr könnt auch eine längere Zeit auswählen. Den Rest seht ihr sehr gut auf dem Video: Ich schau mir über die App an, ob ich mit meiner Pose zufrieden bin, dann klicke ich auf den Bildschirm um auszulösen. Ziemlich easy!

Und das Beste: der Fokus sitzt immer genau da, wo ich ihn haben will, weil ich den Fokuspunkt ebenfalls über das Handy Display auslösen kann. Es gibt also keinen Ausschuss mehr!

Hier habe ich das Nikkor Z 85 mm 1.8 benutzt, meine absolute Lieblings-Linse für Portraits!

Jetzt bist du dran!

Ich hoffe sehr, dass dich dieser Beitrag inspirieren konnte und du jetzt Lust bekommen hast, dein eigenes Selbstbildnis umzusetzen! Unter dem Hashtag #schöniselfie findest du auf Instagram die Ergebnisse der Community und wir freuen uns sehr, wenn du dein eigenes Werk beiträgst! 

Brauchst du noch ein wenig mehr Hilfe? Dann empfehle ich dir mein #schöniselfie – E-Book , welches ich mit sehr viel Liebe erstellt habe um dafür zu sorgen, dass garantiert jeder schöne Selfies von sich machen kann :) Dort findest du alle Tipps & Tricks zur Technik und Gestaltung von Selbstportraits mit vielen Übungen. Außerdem gibt es natürlich auch ein paar Styling Tipps!

Viel Freude damit! Deine Rekii

4 Kommentare
  • Pingback:Inspiration: Selbstportraits - Fotowettbewerb - Rekii Fotografie
    Erstellt um 11:01h, 01 Dezember

    […] meinem Beitrag Inspiration: Selbstportraits hatte ich zum Fotowettbewerb aufgerufen und daraufhin viele wunderbare Selbstportraits zugeschickt […]

  • Pierina Seglias
    Erstellt um 11:44h, 04 November

    Hallo Rekii
    Vielen Dank für den tollen Blogartikel. Ich betreibe schon jahrelang Fotografie mit Selbstauslöser, habe aber bis jetzt immer das Gefühl gehabt, dies wäre “minderwertige Fotografie” und erst durch diesen Artikel habe ich gemerkt, dass dies auch eine Art “Kunst” sein kann! Dadurch hast Du wieder mein Mut und Selbstvertrauen gestärkt und meine Inspiration geweckt, mich diesem Hobby wieder vermehrt zu widmen. Vielen herzlichen Dank!
    Liebe Grüsse aus der Schweiz!
    Pierina

  • Lyonel
    Erstellt um 18:58h, 03 November

    Ein richtig schöner Artikel ist das geworden Reki!! =)

    Freut mich, dass ich auch einen kleinen Beitrag dazu leisten konnte zsm mit den anderen Kreativ-Kollegen ~

  • Franzi
    Erstellt um 13:47h, 03 November

    Interessant wie vielseitig solche Selbstportraits sind. Aktuell nutze ich sie selbst, um Make up und Idee festzuhalten. Oder auch, weil ich einfach stolz war, was ich geschafft habe. Aber ich glaube nach diesem Input werde ich es auch mal anders versuchen. Danke dafür. Es war mal wieder sehr lehrreich.

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