Inspiration: Selbstportraits

Inspiration: Selbstportraits

*WERBUNG – enthält Links zu Produkten/Dienstleistern/Models*

Ein Beitrag von Rekii und den Gastautoren LUMINOUS LUX, LauraHelena, Lyonel Stief &  Robella Art Photography

Ob mit dem Pinsel, der Kamera oder dem Smartphone: Das Selbstbildnis ist kein neues Konzept.

Bereits in der Antike stellten sich Künstler selbst dar, zum Beispiel soll der Bildhauer Phidias sich auf dem Schild der Statue der Athena Partenos selbst abgebildet haben. Der Maler Rembrandt ist durch seine Selbstportraits weltbekannt geworden und gleichzeitig sogar Namensgeber einer Lichtsetzung, die besonders in der Fotografie bekannt & beliebt ist. Er porträtierte sich dabei nicht nur, sondern inszenierte sich in verschiedenen Rollen (z.B. als Apostel Paulus).

Auch wenn das heutige Verständnis der Selbstdarstellung durch die Flut von “Selfies” ein wenig getrübt wird, zeigt ein tieferer Einblick in die Materie, dass noch viel mehr dahinter steckt.

Meine Selbstportraits halten nicht immer nur bestimmte Looks fest, häufig steckt noch mehr dahinter.

Mehr als ein “Selfie”

Wenn ich über meinen fotografischen Werdegang spreche, haben Selbstportraits in dieser Geschichte einen besonderen Stellenwert.  Zu Beginn waren sie für mich ein sinnvolles Mittel, um meine Make Up Looks festzuhalten. Es war manchmal mühsam für mich, dafür Shootings zu organisieren, zumal meine Kreativität oft sehr impulsiv funktioniert. Meine Stammfotografen waren meistens nicht so spontan und wohnten auch nicht in meiner nahen Umgebung. Da musste ich mir was einfallen lassen.

Später ging es nicht mehr nur darum, Ästhetik festzuhalten. Kreativität wird maßgeblich beeinflusst durch Lebensumstände und durch alles, was einen auch emotional beschäftigt. So kam es, dass sie immer öfter auch ein Mittel für mich waren, um mich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen.

Das Schöne dabei ist, dass es für den Betrachter nicht immer eindeutig ist, worum es in einem Selbstportrait geht. Es kann für die Künstlerin zutiefst persönlich sein und das muss sich nach Außen hin nicht immer zeigen. Wie alle Bilder, bieten auch Selbstportraits Interpretationsspielraum. Ein Selbstbildnis, welches für mich für einen bestimmten Abschnitt in meinem Leben steht, kann für den Betrachter einfach ein schönes Foto sein oder er/sie identifiziert sich damit sogar auf die ein oder andere Art.

[image_carousel images=”12946:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9996-print.jpg,12948:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/10/MG_4813-web.jpg,12945:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9921-print.jpg,12944:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9152-print.jpg,12943:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_6241-print.jpg,12939:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_0743-print.jpg,12940:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_1365-print.jpg,12942:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_4069-print.jpg,12941:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_1837-print.jpg,12937:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/10/MG_5955-print.jpg,” ][/image_carousel]

Making Of: “Die Göttin”

Ich möchte euch ein paar Tipps geben, wie ihr Selbstportraits umsetzen könnt. Das mache ich konkret am Beispiel meines Selbstportraits “Die Göttin”. Die Inspiration dafür war meine Auseinandersetzung mit spirituellen & religiösen Themen und einen großen Anteil daran hatte übrigens auch meine Freundin & Muse Cira, unter Anderem durch dieses Tattoo.

Aufbau

Einstellungen

Ich benutze für Selbstportraits im Studio meine Standard-Einstellungen für Indoor-Fotos. Wichtig ist,  unter “Drive” den Fernaulöser anzuwählen.

Ablauf

Bei diesem Selbstportrait hatte ich mir vorher überlegt, ein Composing aus mehreren Portraits zu machen. Ich hab die Einzelbilder also entsprechend aufgenommen. Das war auf jeden Fall eines meiner schwierigsten Selbstportraits. Ich musste während der Bearbeitung auch nochmal zurück vor die Kamera gehen, weil ich festgestellt hatte, dass die Bilder noch nicht ganz zusammen passen. Außerdem fehlten mir Haarpartien die ich nachträglich einfügen musste. Hier war es also echt gut, dass ich mich direkt im Anschluss ans Fotografieren an die Bearbeitung gemacht hatte, den der Aufbau war ja noch vorhanden.

[image_carousel images=”12974:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/11/ausgangsbilder.jpg,12980:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/11/web-1014-Kopie.jpg,” ][/image_carousel]

Was bedeuten Selbstportraits für dich?

Ich habe ein paar meiner lieben Kolleg/innen gefragt!

Sarah – Luminous Lux


“Selbstportraits sind für mich eine praktische Möglichkeit um zu Experimentieren. Zudem kann man so auch sehr spontan Ideen umsetzen ohne erst einen Termin mit einem Model aus machen zu müssen.
Außerdem kann man mit Selbstportraits auch super das eigene Selbstwertgefühl pushen und sich selber zeigen wie schön man sein kann und das durch die eigene Hand. Das macht sie nochmal ein Stück intimer auf dem Weg zur Selbstfindung und dafür müssen die Bilder noch nicht mal aufwändig inszeniert sein.

Ein Tipp dem ich jedem Fotografen der Selbstportraits machen möchte ans Herz legen will ist: besorgt euch ein vernünftiges Stativ (zum Beispiel von Manfrotto) mit 3D-Schwenkkopf. Wenn ihr selbst fotografiert, wisst ihr nur zu gut, wie anstrengend manchmal das “Fotografen-Yoga” sein kann. Da braucht ihr definitiv ein Stativ was sehr flexibel ist und auch die verrücktesten Positionen einnehmen kann, ohne umzukippen.

Zudem fotografiere ich meine Selbstportraits noch komplett old-school ohne Klappdisplay, Handyübertragung oder Fokussierungsunterstützung. Heißt, ich habe immer einen Dummy dabei, der beim Einstellen mich als Model zunächst ersetzt.”

Laura – LauraHelena Photography

“Das Erschaffen eines Selbstportraits, stellt für mich als Künstlerin immer einen Weg der Heilung dar. Es lässt mich die Vergangenheit reflektieren, verarbeiten, loslassen und nicht zuletzt bietet mir dieser kreative Ausdruck eine Möglichkeit mein Innerstes mit der Welt zu teilen.

Die moderne Technik macht das Anfertigen eines Selbstportraits viel simpler als früher. So löse ich meine Sony 7 r III Beispielsweise über eine App für Sony Kameras (imaging edge mobile) auf dem Smartphone aus. Über diese ist es mir möglich alle Parameter meiner Kamera selbst zu steuern und ich sehe das Bild sogar direkt auf dem Display. So arbeite ich wesentlich effizienter als früher.”

Mehr Selbstportraits von Laura im Kreativ-LOS! Beitrag

Lyonel Stief

[image_carousel images=”12997:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/11/Lyonel-Selbstinzenierung-Making-Of-3.jpg,12998:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/11/Red-Lyonel-Circus-01B-FB.jpg,13000:https://rekii-fotografie.de/wp-content/uploads/2019/11/Lyonel-Poker-2.jpg,” ][/image_carousel]

“In Selbst-Portraits, Kann man eine Facette von sich einfach am besten präsentieren. Dabei kann man auch bestimmte Eigenschaften von sich nochmal deutlich betonen oder hervorheben. Sei es über einen Charakterzug oder eine bestimmte Tätigkeit, die einem viel bedeutet. Man kann sich auch endlich so darstellen, wie man sich selbst gerne sehen würde oder auch in eine Rolle schlüpfen, die man schon immer gerne verkörpert hat.”

Sara – Robella Art Photography

“In erster Linie erstelle ich Selbstportraits um mich als Künstlerin auszuleben und erlebtes oder bestimmte Gefühle zu verarbeiten. Darüber hinaus bin ich nicht auf ein Model angewiesen was die Termine angeht und kann meine Selbstportraits zu Werbezwecken, zum Beispiel für einen ersten Eindruck neuer Shooting-Aktionen, nutzen. So kann ich neue Ideen einfach und schnell umsetzten.”

Jetzt bist du dran!

***GEWINNSPIEL***

Ich hoffe sehr, dass dich dieser Beitrag inspirieren konnte und du jetzt Lust bekommen hast, dein eigenes Selbstbildnis umzusetzen!

Schick mir bis zum 30.11. dein Selbstportrait an info@rekii-fotografie.de , Betreff: Gewinnspiel und gewinne meinen Selbstportrait-Kalender sowie einen USB-Stick mit meinen digitalen Inhalten (Photoshop-Aktionen- Presets, Hintergründe u.v.m.!).

Es spielt keine Rolle, ob du das Bild mit dem Smartphone oder mit der Kamera gemacht hast. Schreib kurz dazu, wie du vorgegangen bist und wie die Idee zustande kam. Ich wähle den Gewinner anhand des besten Fotos aus.

Gutes Gelingen <3

Deine Rekii

https://rekii-fotografie.de/produkt/kalender-rekii/

4 Kommentare
  • Pingback:Inspiration: Selbstportraits - Fotowettbewerb - Rekii Fotografie
    Erstellt um 11:01h, 01 Dezember

    […] meinem Beitrag Inspiration: Selbstportraits hatte ich zum Fotowettbewerb aufgerufen und daraufhin viele wunderbare Selbstportraits zugeschickt […]

  • Avatar
    Pierina Seglias
    Erstellt um 11:44h, 04 November

    Hallo Rekii
    Vielen Dank für den tollen Blogartikel. Ich betreibe schon jahrelang Fotografie mit Selbstauslöser, habe aber bis jetzt immer das Gefühl gehabt, dies wäre “minderwertige Fotografie” und erst durch diesen Artikel habe ich gemerkt, dass dies auch eine Art “Kunst” sein kann! Dadurch hast Du wieder mein Mut und Selbstvertrauen gestärkt und meine Inspiration geweckt, mich diesem Hobby wieder vermehrt zu widmen. Vielen herzlichen Dank!
    Liebe Grüsse aus der Schweiz!
    Pierina

  • Avatar
    Lyonel
    Erstellt um 18:58h, 03 November

    Ein richtig schöner Artikel ist das geworden Reki!! =)

    Freut mich, dass ich auch einen kleinen Beitrag dazu leisten konnte zsm mit den anderen Kreativ-Kollegen ~

  • Avatar
    Franzi
    Erstellt um 13:47h, 03 November

    Interessant wie vielseitig solche Selbstportraits sind. Aktuell nutze ich sie selbst, um Make up und Idee festzuhalten. Oder auch, weil ich einfach stolz war, was ich geschafft habe. Aber ich glaube nach diesem Input werde ich es auch mal anders versuchen. Danke dafür. Es war mal wieder sehr lehrreich.

Kommentieren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.