Perspektiven wechseln: von der Fotografin zum Model (Gastbeitrag)

Perspektiven wechseln: von der Fotografin zum Model (Gastbeitrag)

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Hätte mir jemand vor ein paar Jahren erzählt, dass ich irgendwann regelmäßig und vor allem freiwillig vor Kameras stehen würde, ich hätte diese Person ausgelacht! :D

Nach jahrelangem Mobbing zur Schulzeit hatten Selbstvertrauen und Selbstwahrnehmung bei mir einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Es gab Tage, an denen ich Verabredungen oder Termine ausfallen lies, weil ein Blick in den Spiegel einen Wasserfall aus Tränen ausgelöst hat.

Inzwischen fühle ich mich insgesamt viel sicherer mit mir selbst – um dorthin zu gelangen spielten Fotoshootings eine sehr große Rolle!

 

Wie kam ich zum Modeln?

Irgendwann fasste ich den Entschluss „Ich will mich schön fühlen!“

An der Fotografie hinter der Kamera war ich schon seit Jahren interessiert und folgte auch vielen Fotografen, die regelmäßig Kundinnen in wunderschönen Sets ablichteten.

Eine sehr begnadete Fotografin ist Ava von The Elderwood Photography, welche besonders im Vintage- und Boudoirstil unterwegs ist. Und welcher Stil eignet sich besser um sich schön und feminin zu fühlen?

Nach etwas Überwindung war das Shooting gebucht, und dieser Wow-Effekt wenn man sich selbst zum ersten Mal auf professionellen Bildern sieht ist Balsam für die Seele. Kurz darauf folgte ein zweites Shooting und ich merkte schnell, dass mir das Modeln viel Spaß bringt und vor allem mein Selbstvertrauen stärkt.

(Foto: The Elderwood Photography / Model: Gizzy Lovett – Model & Photography

 

Auf dem Weg zum Model

Da ich mich als Model noch mehr verbessern wollte, buchte ich ein Modelcoaching bei Rekii – Make Up & Fotos. Dabei lernte ich die richtige Körper- und vor allem Handhaltung. Reki zeigte mir erst das Posing in der Theorie anhand von Beispielbildern mit Erklärungen und im Praxisteil setzten wir ein Shooting um, bei dem ich das Gelernte direkt ausprobieren und dann auf den Bildern die Auswirkung sehen konnte. Anschließend konnte ich bei einem Shooting mit dem Model Mme Rouge zuschauen und alles noch besser verinnerlichen.

Und dann hieß es: Üben, üben, üben!

Dabei halfen mir Selfies für die Mimik und sich vor den Spiegel zu stellen und Posen auszuprobieren sehr.

(Bilder vom Modelcoaching von Rekii – Make Up & Fotos)

 

Krise und Überwindung

Wenn man etwas sehr regelmäßig tut, gerade bei kreativer Arbeit, erlebt man früher oder später das berühmte „KreaTief“. Von einem Tag auf den nächsten fühlte ich mich plötzlich wieder unwohl vor der Kamera, mir gefielen Bildergebnisse aus Shootings nicht mehr, und ich hinterfragte, ob das Modeln überhaupt für mich geeignet ist.

Diese Zweifel teilte ich auf meiner Seite und bekam viel Unterstützung.

Ich nahm mir zwei Vorschläge besonders zu Herzen:

  • Neue Stile auszuprobieren, vor allem etwas außerhalb des Fantasybereichs zu machen.
  • Wieder mehr zu fotografieren und dadurch erneut ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es ist hinter, aber auch vor der Kamera zu sein.

(Foto links: Rekii – Make Up & Fotos) / Foto rechts: CU-Photography)

 

Eine weitere Sache, die mir im Moment sehr hilft und die ich auch mit viel Freude mache, sind die wöchentlichen Selbstportraits während meines Praktikums.

Das ist ewtas, dass ich sehr wahrscheinlich auch in Zukunft noch weitermachen werde.

Wenn man sich selbst inszeniert muss man auf jedes Detail achten und kann später beim Durchsehen der Bilder schnell bemerken, was gut funktioniert hat und was man gegebenenfalls verbessern könnte.

Inzwischen fühle ich mich sicherer als je zuvor vor der Kamera und traue mich vor allem auch mal außergewöhnlichere Posen oder Gesichtsausdrücke auszuprobieren.

(Fotos: Rekii – Make Up & Fotos)

 

Tipps für Anfängerinnen

Für alle die vielleicht auch Interesse am Modeln haben, egal ob im Hobbybereich oder nicht, ich würde euch gern folgende Ratschläge mit auf den Weg geben:

Auch wenn du anfangs noch unsicher bist, trau dich einfach! Buch ein Shooting bei einem guten Fotografen oder probiere es mit einem TFP Shooting. Wichtig ist, Posinganweisungen nicht nur zu befolgen sondern auch nachzuvollziehen, warum diese Pose vor der Kamera gut wirkt, und sich diese Posen einzuprägen.

Üb vor dem Spiegel oder mit dem Selbstauslöser der Kamera das Posing, schau dir Magazine oder Fotografen- und Modelseiten an und probiere, die gezeigten Posen nachzustellen.

Anfangs kann es zwar helfen sich auf einen Bildstil (zum Beispiel Fantasy) zu spezialisieren, aber versuche ruhig öfter Neues.

Und wenn mal die Selbstzweifel wiederkehren – das ist ganz normal! So ergeht es jedem von uns, denn jeder hat mal einen schlechten Tag. Lass dich davon nicht verunsichern sondern überlege, wie du am besten damit umgehen kannst.

Am Ende des Tages ist es einfach wichtig, dass man Spaß dabei hat und sich gut fühlt! :)

 

Liebe Grüße,

Gizzy

 

(Titelbild von Alexandra Bock Fotografie)

2 Kommentare
  • Pingback:Shootingreisen planen - Rekii Fotografie
    Erstellt um 10:23h, 14 Mai

    […] Los geht’s! Unsere Models Karo & Jacky und unsere liebreizende Assistentin Gizzy […]

  • Avatar
    Jessica Schwubbel
    Erstellt um 22:37h, 15 Februar

    Gizzy, ich kann dir da nur beipflichten! Ich hab auch eine lange und harte Reise der Selbstakzeptanz und -wertschätzung hinter mir. Und wie bei dir – hätte mir jmd vor 3 oder 4 Jahren gesagt, dass ich häufiger “modele”, hätte ich demjenigen nicht nur nen Vogel gezeigt, sondern denjenigen herzhaft ausgelacht.
    Das erste professionelle Photo von mir, dass lustigerweise beim Fantasytreff von Rekii entstand, hat mich total aus den Latschen kippen lassen. Ich habe sogar fast geweint, weil ich nicht fassen konnte, dass ich das war. Es hilft einfach so ungemein viel. Man lernt sich und seinen Körper einfach komplett neu kennen und das hat mir riesig geholfen, mich und meinen Körper neu lieben zu lernen.
    Ein schöner und sehr intimer Einblick auf deine bisheriges Leben <3

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